Traumberuf Makler: Wunsch oder Wirklichkeit?
ALTE LEIPZIGER – HALLESCHE Konzern ist Mitglied bei BiTMA
Interview mit Frank Kettnaker und Dirk Hergesell
ALTE LEIPZIGER – HALLESCHE zählen zu den Initiatoren der Brancheninitiative Traumberuf Makler (BiTMA), die sich mit vielen Kommunikations-Initiativen seit zwei Jahren für die Verbesserung des Ansehens der Makler einsetzt. Dabei setzt die BITMA auf Kommunikation und Dialog mit der Öffentlichkeit – beides sei bisher vernachlässigt worden.
Doch ist Makler wirklich ein Traumberuf, wie der neue Verband postuliert? Was zeichnet eigentlich einen guten Makler aus und warum engagiert sich unser Konzern für die Brancheninitiative – diese und andere Fragen beantworten Vertriebsvorstand Frank Kettnaker und Dirk Hergesell, Leiter Vertrieb Makler und Ausschließlichkeit sowie Präsidiumsmitglied bei BiTMA.

Frage: Im Ranking der beliebtesten Berufe stehen die Versicherungsvermittler im unteren Drittel. Ist Makler tatsächlich
ein Traumberuf?
Frank Kettnaker: Selbstverständlich. Ein unabhängiger Makler arbeitet frei und selbstbestimmt. Diesen Grad an Freiheit bieten nicht viele Berufe. Ein Makler, der sich durch Expertenwissen und Professionalität auszeichnet, gewinnt schnell die Anerkennung und den Respekt seiner Kunden und Geschäftspartner. Ein engagierter und professioneller Makler kann somit auch wirtschaftlich sehr erfolgreich sein. Außerdem hat der Beruf sehr gute Zukunftsaussichten, denn die Notwendigkeit der Eigenvorsorge der Bürger in Deutschland nimmt weiter zu. Dass viele Verbraucherverbände die mangelnde Unabhängigkeit der Finanz- und Versicherungsmakler und eine insgesamt fehlende Verbraucherorientierung kritisieren, steht auf einem anderen Blatt. Mit ihrer häufig sehr pauschalen Kritik, die sich auf Einzelfälle stützen mag, finden sie leider – zu Lasten eines ganzen Berufsstandes – erhebliche Resonanz in den Medien. Dem will BiTMA mit professioneller Kommunikation entgegenwirken.
Frage: Warum macht sich der ALTE LEIPZIGER – HALLESCHE Konzern zum Fürsprecher der Makler?
Frank Kettnaker: Versicherer wie unsere Gesellschaften, die rund 80 Prozent ihrer Vertriebsleistung über Makler und Mehrfachagenten erzielen, müssen nicht nur hervorragende Produkte entwickeln, sondern auch den Geschäftserfolg ihrer Vermittler nachhaltig unterstützen.
Für den ALTE LEIPZIGER – HALLESCHE Konzern als einem der ältesten Maklerversicherer ist eine faire Zusammenarbeit mit Maklern selbstverständlich. Diese Einstellung spiegelt sich auch im Motto »Vermittler sind uns wichtig« wider, unter dem unsere Kommunikation mit den Vermittlern steht. Dazu gehört auch, das Ansehen und das Erscheinungsbild des Maklers als unabhängigem Berater in der Öffentlichkeit zu stärken und zu verbessern. Das kann der Auftritt eines Verbandes besser leisten als dies einzelne Solisten schaffen könnten.
Frage: Was zeichnet einen guten Makler aus?
Dirk Hergesell: Hier möchte ich zunächst an die besondere Stellung des Maklers erinnern, der vertraglich an keine Versicherungsgesellschaft gebunden ist, sondern mit dem Kunden einen Maklervertrag abschließt und damit als „treuhänderähnlicher Sachverwalter des Versicherungsnehmers“ auf Seiten des Versicherungsnehmers steht. Der Makler arbeitet also ausschließlich im Auftrag des Kunden.
Im Maklereid von BiTMA, einer freiwilligen Selbstverpflichtung, sind die Voraussetzungen genannt, die für die Aufnahme in den Verband erfüllt sein müssen. Dazu zählen unter anderem:
- Erarbeitung von bedarfsgerechten Versicherungs- und Finanzierungsangeboten, die auf die Kundensituation zugeschnitten sind.
- Die Auswahlentscheidung des Maklers wird vom Kundeninteresse und nicht vom wirtschaftlichen Eigeninteresse bestimmt.
- Zur Feststellung des Kundenbedarfs analysiert der Makler die persönliche Situation seiner Kunden. Dabei werden alle relevanten Risiken und Einflussfaktoren auf die Versicherungsentscheidung oder die Anlage beleuchtet und die Klienten über die (ggf. verschiedenen) Lösungsmöglichkeiten aufgeklärt.
- Die Produkte müssen rechtlichen Bestimmungen und moralischen Grundsätzen einwandfrei entsprechen.
- Um eine optimale Kundenbetreuung sicher zu stellen, erfolgt ein regelmäßiger Kontakt zum Kunden.
Frage: Welche Themen verfolgt die BiTMA in diesem Jahr mit besonderem Nachdruck?
Dirk Hergesell: Kernthemen 2012 sind Verantwortung und Dialog. Verantwortung im Sinne der in der Selbstverpflichtung verlangten individuellen Verantwortung eines jeden Maklers und Unternehmensvertreters. Aber auch Verantwortung für Unternehmen und für uns als Gesamtbranche. Wofür Verantwortung? Für Qualität, für Transparenz, für Verbraucherorientierung – nur wenn wir hier als Branche „liefern“ und Wort halten, können wir einen Traumberuf Makler propagieren.
Unsere Basisaufgabe ist es dabei zusätzlich, in der Öffentlichkeit darüber aufzuklären, dass es bereits unabhängige Berater gibt, die per Gesetz als Sachwalter ihres Kunden agieren, die persönlich haften und Sachkunde nachgewiesen haben. Außerdem Transparenz herzustellen, wie Makler arbeiten und was Beratungsqualität ausmacht und wie der Kunde sie erkennt.