Fragen und Antworten
Sie fragen, wir antworten!
Liebe BiTMA-Mitglieder und Interessenten,
an dieser Stelle wollen wir zukünftig häufig an uns gestellt Fragen zur Idee, Konzept, Vorgehensweise oder Organisation der BiTMA beantworten, in der Hoffnung damit ein wenig mehr Klarheit zu schaffen. Sollte Ihre Frage nicht dabei sein, schreiben Sie uns an info(at)bitma,org und wir werden diese nach Möglichkeit umgehend beantworten.
Ihre Fragen:
Warum spricht die BiTMA von gesellschaftlicher Verantwortung und Nachhaltigkeit?
Warum wird die BiTMA nicht von Maklern geführt?
Warum spricht die BiTMA von Traumberuf?
In welchem Verhältnis steht die BiTMA-Strategie zum Begriff "Ehrbarer Kaufmann"?
Unsere Antworten:
Die BiTMA macht das, was unserer Branche fehlt: Kommunikation und Dialog, mit dem Ziel der Förderung der Maklerberatung, des Maklerberufes und der Beratungsqualität und Transparenz. Wir betreiben Kommunikationskampagnen über das Internet und die Medien und gehen in den persönlichen Dialog mit externen Bezugsgruppen wie kritischen Organisationen, öffentlichen Institutionen, Parteien und politischen Einrichtungen. Aber auch branchenintern stoßen wir die Zusammenarbeit zur Förderung der Qualität an, da dies der Kern unserer Zukunftsstrategie unserer Gesamtbranche sein muss: Qualität und Transparenz beweisen Verantwortung und Nachhaltigkeit und führen zu Vertrauen, Reputation, Nachfrage und ganz am Ende der Kette zum Traumberuf.
Unsere Basisaufgabe ist dabei zusätzlich schlicht Aufklärung zu bieten darüber, dass es bereits unabhängige Berater gibt, die per Gesetz als Sachwalter ihres Kunden agieren, die persönlich haften und Sachkunde nachgewiesen haben. Außerdem Transparenz herzustellen wie Makler arbeiten und was Beratungsqualität ausmacht und wie der Kunde sie erkennt.
Was wir nicht machen: Coaching, Weiterbildung, Produktanalysen, Produktentwicklung, Marketing, Vertrieb für Produkte und Dienstleistungen.
Warum spricht die BiTMA von gesellschaftlicher Verantwortung und Nachhaltigkeit?
Weil Marketing und Werbung allein mit hohem Budgetdruck das falsche Konzept ist, mit dem unsere Branche seit Jahrzehnten schlecht fährt. Niemand zweifelt daran, dass es z.B. Versicherungen geben muss etc.
Was die Menschen aber bezweifeln und was zu einem schlechten Ansehen unserer Branche im allgemeinen geführt hat ist schlechte Qualität bei Produkten und der Beratung, Intransparenz, nicht sichtbare Werte, nicht nachvollziehbare Kosten, mangelnde Unabhängigkeit der Finanz- und Versicherungsmakler, fehlende Verbraucherorientierung und aktive Gestaltung des Verbraucherschutzes.
Hier muss sich die Maklerbranche positionieren und aktiv werden. Das geht nicht mit herkömmlicher PR-Arbeit. Wir müssen als Branche und in der Kommunikationsarbeit der BiTMA nicht behaupten, sondern beweisen, dass wir verantwortlich und nachhaltig im obigen Sinne arbeiten und dort, wo wir es noch nicht sind, transparent und offen kommunizieren und echten Wandel anstoßen und dokumentieren.
Nur so gelangen wir zu einer langfristigen positiven Reputation für die Vermittler und alle anderen Branchenteilnehmer.
Warum sind in einer Initiative für unabhängige Finanz- und Versicherungsmakler überhaupt Versicherungsgesellschaften dabei?
Ganz wichtig: Die BiTMA ist keine Maklerinitiative, sondern eine Brancheninitiative für die Förderung der Maklerberatung und des Maklerberufes. Die BiTMA wurde nicht von Maklern ins Leben gerufen, sondern von Unternehmen und Verbänden der Branche, die mit Finanz- und Versicherungsmaklern arbeiten und diesen Berufsstand, gemeinsam mit Maklern fördern möchten.
Die BiTMA ist bewusst von Anfang an eine offene Initiative für alle Personen und Unternehmen, die die unabhängige Beratung fördern möchten und wird und sollte es immer bleiben. Der Grund: Es geht nicht darum über die BiTMA zu beweisen, das Makler unabhängig sind - das müssen diese im Beratungsalltag tun. Die BiTMA soll beweisen, dass alle Teilnehmer der Branche die Themen Qualität und Verantwortung ernst nehmen und nicht nur reden, sondern auch gemeinsam aktiv werden.
Gemeinsam deshalb, weil auch alle Branchenteilnehmer zusammen Verantwortung tragen, dass der Makler am Ende Qualität liefern kann. Hier müssen alle an einem Strang ziehen, deshalb ist es ein positive Zeichen, dass sich auch Versicherer hier engagieren, ohne deren Initiative, das muss klar gesagt werden, eine BiTMA bis heute nicht entstanden wäre.
Warum wird die BiTMA nicht von Maklern geführt?
Im Tagesgeschäft wird die BiTMA vom geschäftsführenden Vorstand geführt. Diese Position ist mit Herrn Riccardo Wagner besetzt, der zu den Mitinitiatoren der BiTMA gehört.
Herr Wagner ist kein Makler, blickt aber seit seiner Arbeit als Bankkaufmann, Tätigkeit als Finanz- und Wirtschaftjournalist, Berater für Unternehmen und Organisationen und auch langjähriger Dienstleister für Maklerunternehmen auf inzwischen gut 15 Jahre Erfahrung in und für die Finanz- und Versicherungsbranche zurück. Herr Wagner ist ein bekannter Kommunikationsfachmann und Experte für die Themenbereiche Nachhaltigkeit und Unternehmensverantwortung und begleitet in diesem Themenfeld auch Ämter in weiteren Verbänden und ist zudem als Studienautor, Blogger und Referent aktiv.
Die BiTMA ist als Kommunikationsinitiative mit den Kernthemen Nachhaltigkeit und Verantwortung deshalb mit einem Fachmann genau für diese Themen besetzt.
Neben dem Vorstand gibt es zudem weitere Gremien und Einrichtungen, die die Grundlagen der BiTMA und die Strategie der Initiative festlegen, ausgestalten und beeinflussen. Dazu gehören das Präsidium, das aus dem Kreis der ordentlichen Mitglieder gewählt wird, der Fachbeirat, der mit externen Experten besetzt ist und zukünftig auch die Arbeitskreise und der Maklerrat, in die sich auch die Maklermitglieder einbringen können und sollen.
Damit ist sichergestellt, dass die BiTMA in einem pluralistischen Verfahren ihre Inhalte festlegt und auch das gesammelte Know-How der Branche genutzt wird.
Weil unsere Branche Kommunikation braucht und weil Kommunikation ein Fachgebiet ist, was kein anderer bestehender Makler-Verband in der entsprechenden Intensität, neben der eigentlichen Fach- und Lobbyarbeit, einfach so mitmacht. Beweis dafür ist der Status quo der Branche, der auf dem beruht, was die Branche bisher auch kommunikativ geleistet hat.
Die BiTMA versteht sich deshalb klar als Ergänzung zu den bestehenden Verbänden und Initiativen und konzentriert sich allein auf die Kommunikationsarbeit und den Dialog und lädt alle Verbände, Personen, Unternehmen und Initiativen zur Mitwirkung bei der BiTMA ein.
Warum spricht die BiTMA von Traumberuf?
Aus drei Gründen. Erstens weil Stolz auf den eigenen selbstgewählten Beruf notwendig ist, wenn man andere dafür begeistern will.
Zweitens, weil jede Initiative Anlass und Ziel braucht. Der Anlass für uns ist, dass Finanz- und Versicherungsmakler für viele Kollegen kein Traumberuf ist. Das Ziel ist, dass er das aber wieder wird und alle Kollegen stolz auf Ihren Beruf und dessen Reputation sein können.
Drittens, weil nur wenige Berufe die Chance mitbringen diesen Titel so zu rechtfertigen. Der Finanz- und Versicherungsmaklerberuf bringt eine attraktive Mischung aus notwendiger Expertise, ständigem Wandel, großem Bedarf für Aufklärung und Beratung, freier unternehmerischer Tätigkeit und hoher Verantwortung mit sich, die viele andere Berufe vermissen lassen.
Nicht Kommentieren möchten wir Unterstellungen, es ginge bei dem Begriff allein darum, viel Geld zu verdienen. Diese Kollegen bitten wir noch mal alles hier in Ruhe zu lesen.
In welchem Verhältnis steht die BiTMA-Strategie zum Begriff "Ehrbarer Kaufmann"?
Das Leitbild des Ehrbaren Kaufmannes ist seit vielen Jahrhunderten bekannt und steht für das individuelle ethische Handeln des einzelnen Kaufmannes. Werte wie Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit und Verantwortung sind auch heute für jeden Finanz- und Versicherungsmakler unabdingbar.
Das Leitbild ist allerdings nicht gleichbedeutend mit den modernen Ansätzen von Nachhaltigkeit und gesellschaftlicher Verantwortung, da diese deutlich über den rein individualethishen Ansatz hinausgehen. Der Ehrbrare Kaufmann bezieht sich historisch auf das ethische Handel "um der eigenen Ehre willen".
Die BiTMA setzt die Werte des Ehrbaren Kaufmannes auch als einen Eckpfeiler, aber erweitert diese personelle Ebene um ein Konzept von Nachhaltigkeit und Verantwortung für unsere gesamte Branche. Wenn wir einen Imagewandel erreichen wollen, muss auch unsere Branche in allen Strukturen, Organisationen und Leistungen nach ethischen, nachhaltigen und verantwortlichen Prinzipien handeln.
Individuelles ethisches Handeln Einzelner, kann nicht mit dem Handeln und Wirken von Systemen (unserer Branche) gleichgesetzt werden oder davon ausgegangen werden, das damit allein der erforderliche Wandel zu Qualität und Nachhaltigkeit bewirkt werden kann.

